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Mein Name ist Thomas Schad. Ich wurde 2020 als Historiker an der Humboldt-Universität Berlin (HU) promoviert und bin Alumnus der internationalen Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies (BGSMCS). Für meine Dissertation habe ich mich mit Migration aus Jugoslawien in die Türkei und der Kulturdiplomatie-Initiative der AKP-Regierung auf dem Balkan beschäftigt. Dafür habe ich mehr als zwei Jahre (2014-2016) in der Türkei, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Serbien, Kosovo und Nordmazedonien geforscht. Dadurch habe ich Erfahrungen in ethnographischer Arbeit mit einem interdisziplinären Mehr-Methoden-Ansatz erworben, die mir auch in diesem Projekt von Nutzen sein können (z.B. qualitative Interviews, öffentliche Meinungen in medialen Sprechakten, in populärkulturellen Produktionen, Phraseologie und Sprichwörter, Diskursanalyse).

Vor meiner Promotion war ich zwei Jahre lang als Referent in der Abteilung Außenangelegenheiten der Freien Universität Berlin (FU) zuständig für Wissenschaftbeziehungen zum Balkan und zur Türkei. In meinem vorangegangenen Magisterstudium an der Freien Universität Berlin, an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie an der Istanbul Universität habe ich im Hauptfach Osteuropastudien (Schwerpunktdisziplinen: Geschichte und Wirtschaft), in den Nebenfächern Politikwissenschaft und Südslawistik sowie Türkisch studiert. Bereits vor meinem Studium (2000-2003) konnte ich durch meine dreijährige Tätigkeit als Projektkoordinator, Fundraiser, Freiwilliger und Erster Vorsitzender bei der Stiftung Schüler Helfen Leben in Sarajevo und Berlin zu umfassenden Auslandserfahrungen, Regional- und Sprachkenntnissen gelangen. Meine Forschungsinteressen sind 

  • Kosmopolitisierung und Transformation von Nationalstaatlichkeit;
  • Naturräumlicher und diskursiver Klimawandel;
  • Öffentliche Meinungen, öffentliche Diplomatie und Desinformationskampagnen;
  • Urbane und ländliche Räume, dezentrale Organisationsmodelle;
  • Religion, Mythos und Storytelling.

Seit 2015 betreibe ich meinen Blog Inkubator Metamorφ (bis 2020 unter dem Titel Dunyalook), auf dem ich „alles darf“: dort habe ich Feldnotizen festgehalten, Nachrichten kommentiert, Publikationen veröffentlicht, wissenschaftlich, halb-wissenschaftlich und auch völlig unwissenschaftlich geschrieben. Im Sinne eines Inkubators bzw. Brutkastens hat sich dort auch die Idee zu den Acta Francorum ausgebrütet.

Ich bin (zunehmend) begeistert von den Möglichkeiten digitaler Technologien des Content Managements und dabei, meine Grundkenntnisse des Programmierens auszubauen. Ich bin Befürworter von Open Access, Open Research und Science Blogging und suche gerade nach der geeignetsten Plattform für die hybride Veröffentlichung meiner Dissertation.

Meine Zwillingsschwester und ich sind die ersten Mitglieder unserer Familie mit Hochschulbildung. Mein Vater war Arbeiter, meine Mutter ist Einwanderin aus Jugoslawien, der als Mädchen der grundlegende Bildungszugang verwehrt wurde. Ich finde es wichtig, Menschen aus nichtakademischen und eingewanderten Familien zur Wahrnehmung ihrer Bildungsrechte zu ermutigen, Hürden abzubauen und bestehende Ungleichheiten in der Verteilung von Bildungschancen zu thematisieren.

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