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Winter

Wie der Frost fällt

Sehr zum Missfallen des wimmernden Hundes waren bei unserem zweiten Ausflug an den Farnsberg die Maulwurfshügel zu blumenkohlähnlichen Eiszeitbatzen geronnen. Nichts ließ sich da zerscharren, erwühlen, verbeißen, suchen und anbellen! Wie unlängst durch eine Insiderin enthüllt, gehören die Hundeleute seiner Art ja zu den rumänischen Mäusewühlhunden. Deshalb hat der nicht gerade streng gefallene Frost die Qualität des Ausfluges aus Sicht des Hundes sicherlich stark gemindert. Sein Mensch hielt hie und da, um herumzuzoomen, zu klicken, ja: um zuletzt die Batterie seiner Kamera anzuschreien.

Heute lag das Tintenfass ganz starr und matt. In ihm, dem Basaltsee, spiegelte sich seine eigene Herkunft aus Mittelerde: denn die Rhön ist anders als das übliche Muschelkalk-, Sandstein und Keupergerütsch der flachen Mittelgebirglein dieser Landstriche. Die Rhön ist durch und durch vulkanisch: die Bäume wachsen anders, ihre Rinden glänzen silbriger, das Moos gibt sich üppiger, das Gestein ist dunkler, das Licht bricht sich geheimnisvoller. Ob es in der Rhön deswegen Hexen und Waldleute gibt ist mir nicht bekannt: mit großer Sicherheit aber gibt es hier Trolle und Bots, welche die Menschen auf ihren Endgeräten wie Monstranzen vor sich her tragen. Da steigt ihnen der Zorn, wenn sie merken, dass sie durch ein konkretes Funkloch stapfen!

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